Die AIDAperla erreichte am 12. September 2026 das Cruise Center Steinwerder in Hamburg, nachdem es zu Wochenbeginn im französischen Le Havre zu einem wetterbedingten Liegeplatzvorfall gekommen war. Das Ereignis trat am 8. September ein. Starke Böen sollen dazu geführt haben, dass sich das Schiff vom Kai löste und in das Hafenbecken geriet, bevor Schlepper es wieder an den Liegeplatz brachten.
Der Vorfall wurde vom deutschen Nachrichtendienst NEWS5 gemeldet und auch von der französischen Lokalpublikation La Clé Publique beschrieben. Danach führte AIDA Cruises das Loskommen des Schiffes auf starke Windböen zurück. NEWS5 berichtete über Schäden im Heckbereich und an einer Gangway sowie über die Absage der vorgesehenen Anläufe in Zeebrügge und Rotterdam. Der veröffentlichte Fahrplan von Cruisegate Hamburg weist die AIDAperla am 12. September in Steinwerder mit geplanter Abfahrt am selben Tag aus.
Die geprüften Quellen meldeten keine Verletzten. Der genaue Umfang möglicher Schäden an Rumpf, Antrieb, Festmacheinrichtungen oder Kaimauer ist aus den öffentlich verfügbaren Informationen jedoch nicht unabhängig feststellbar. NEWS5 berichtete, das Schiff habe drei Tage in Le Havre gelegen und sei nach einer Inspektion sowie Freigabe durch die Klassifikationsgesellschaft ausgelaufen. Diese konkrete Angabe wurde nicht durch eine offizielle Erklärung des Hafens oder der Klasse bestätigt. Sie ist daher als berichtete Information und nicht als gesicherte technische Feststellung zu behandeln.
Die operative Auswirkung ist eindeutig: Ein offenbar lokal begrenzter Zwischenfall beim Liegen am Kai führte zu einer Störung eines Mehrhafenfahrplans. Im Passagiergeschäft erfordert dies Anpassungen bei Terminalbelegung, Passagierabfertigung, Lieferantenplanung und gegebenenfalls bei Bunkerung, Versorgung und Abfallentsorgung. Für die betroffenen Häfen können kurzfristige Absagen Berth-, Schlepper-, Lotsen-, Landdienst- und Sicherheitsplanungen verändern.
**Warum dies relevant ist:** Windbedingte Festmacheausfälle und Kaikontakte können sich rasch zu umfassenderen Ereignissen an der Schnittstelle zwischen Schiff und Hafen entwickeln, auch wenn das Schiff weiter navigationsfähig bleibt. Betreiber und Kapitäne sollten Windbeobachtungen, Festmachepläne, Zustandsaufzeichnungen der Leinen, VDR-Daten, Schlepperkommunikation, Fenderzustand und verfügbare Terminal-CCTV zeitnah sichern. Fahrplanänderungen sollten zudem mit aktualisierten Gefährdungsbeurteilungen und Hafenanlaufunterlagen begleitet werden.
Der Vorfall wird als operatives Ereignis mit mittlerem Risiko bewertet, da Schadensumfang und technische Ursache öffentlich nur teilweise bestätigt sind.
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